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Seminar für freiheitliche Ordnung
e.V.

 Schriftenreihe "Fragen der Freiheit"
 

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Wir brauchen eine

eigenständige

Sozialwissenschaft

der Kultur!

Tagung

02. - 03. Juni 2007

73087 Bad Boll, Badstraße 35



Wer heute die Privatisierung vom Staat verwalteter Bereiche for­dert, gerät leicht in folgendes Dilemma: Der Staat verwal­tet das Gebiet nicht sachgerecht, zu schematisch und jeden­falls zu teuer, eine Privatisierung scheint jedoch zwangsläufig in eine Kommerzialisierung zu führen, die durchaus nicht immer als angemessen empfunden wird. Zwischen staatlicher Bürokratie und privatem Kommerz scheint es keinen Weg zu geben, auf dem Bereiche wie z.B. das Bildungswesen in fruchtbare Bahnen gelenkt werden können.

In diesem Dilemma zeigt sich ein Mangel unserer Sozialwissen­schaften, die zwar seit über 2000 Jahren eine Wissenschaft vom Staat und seit über 200 Jahren eine Wirtschaftswis­senschaft, bis heute aber keine Sozialwissenschaft des Bil­dungswesens und des kulturellen Lebens entwickelt ha­ben. So scheint es als Alternative zur staatlichen Verwaltung immer nur die Unterstellung unter die Marktgesetze mit dem Preis als oberstem Richter zu geben.

Aufgabe einer Sozialwissenschaft der Kultur wird es sein, die für diesen Bereich typischen, zum Wirtschaftsleben teils parallel, teils polar erscheinenden Phänomene wie Arbeits­tei­lung, Tätigkeitsmotive, Angebot und Nachfrage, Wett­be­werb, Produktivität usw. zu untersuchen, um einen Ord­nungsrahmen zu entwickeln, der die Entfaltung kultureller Kräfte erlaubt und anregt, statt sie in Bürokratie zu ersticken oder durch Kommerzialisierung zu verfremden.

Dann wird deutlich werden: So wenig das sog. Wirtschaftswunder nach dem 2. Weltkrieg ohne die vorherige wis­sen­schaftliche Erarbeitung der Gesetze der Sozialen Marktwirtschaft möglich war, so notwendig brauchen wir heute für den Bereich von Bildung und Kultur eine entsprechende Sozialwissenschaft, wollen wir nicht bei wirtschaftlichem Wohlstand weiterhin im Zustand der Bildungsmisere und der kulturellen Verflachung verharren.

Die im Jahre 2006 durchgesetzte Reform des Föderalismus hat die meisten Bildungspolitiker ratlos zurückgelassen. Sie praktizieren Zentralismus weiterhin im eigenen Land und über die Konferenz der Kultusminister sogar bundesweit, weil sie nicht wissen, daß es zum überholten Bildungszen­tralismus der Länder freiheitliche Alternativen gibt.


Auf der Tagung soll Grundlagenarbeit geleistet werden. Ziel ist die Entwicklung einer eigenständigen Sozialwissenschaft der Kultur. Erst durch deren Zusammenwirken mit den Staats- und Wirtschaftswissenschaften werden wir in die Lage versetzt, die gesellschaftliche Wirklichkeit in ihrer vollen Breite zu erfassen und erfolgreich zu gestalten.


Samstag, den 02. Juni 2007


09:30 Öffnung des Tagungsbüros

10.00 Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema vor dem
           Hintergrund der Föderalismusreform


10.15 Zur wirtschafts- und kulturpolitischen Situation - eine ordnungspolitische Bestandsaufnahme

11.00 Wirtschaft und Kultur – Parallelen, Polaritäten und
          Interdependenzen


12.30 Mittagessen in benachbarten Gaststätten

14.30 Kaffee im Tagungsraum

15.00 Autonomie und Wettbewerb der Bildungseinrichtungen


16.15 Pause


16:45 
Bildungsvielfalt und Freizügigkeit – ein unlösbarer Widerspruch?


18.00 Abendessen in benachbarten Gaststätten



20:00 Die Freiheit der Hochschulen bei der Lehrerausbildung und die Freiheit der Schulen bei der Lehreranstellung bedingen sich.


Sonntag, den 03. Juni 2007


09.00 Das Abitur ist verfassungswidrig.

Das staatliche Examensmonopol behindert die freie Entfaltung
der Pädagogik und die Freiheit des Hochschulzugangs.


10.00 Pause

10.30 Schlußdiskussion:

Ansatzpunkte für Entwicklungen hin zu mehr Autonomie und Wettbewerb und zu einem funktionsfähigen Föderalismus.


12.00 Tagungsende


Referenten: Fritz Andres, Kirn; Eckhard Behrens, Heidelberg

Tagungsleitung: Jobst v. Heynitz, München



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Empfohlene Literatur Preis/€
"FRAGEN DER FREIHEIT", 
          Heft  23, Aufsatz-Kopie (13 Seiten)

"Der Föderalismus und das deutsche Bildungswesen", von Eckhard Behrens
2,50
"FRAGEN DER FREIHEIT", 
          Heft 34

Theoretische Grundlagen der Bildungspolitik


  2,50
"FRAGEN DER FREIHEIT" 
Heft  84
Zentrale Planung oder Wettbewerb im Bildungswesen
  2,50
"FRAGEN DER FREIHEIT", 
          Heft 204

Schulfreiheit - jetzt!


  5,00
"FRAGEN DER FREIHEIT"
          Heft 209

Wettbewerb in Bildung und Wirtschaft.

5,00
"FRAGEN DER FREIHEIT"
          Heft 229

Schulautonomie


5,00
"FRAGEN DER FREIHEIT"
          Heft 236

Zukunft von Bildung und Kultur, frei von staatlicher Bürokratie und privatem Kommerz.



5,00
"FRAGEN DER FREIHEIT"
          Heft 255

Schulpolitik als Ordnungspolitik


5,00

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letzte Änderung am 10.02.2007