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Seminar für freiheitliche Ordnung
e.V.

Schriftenreihe "Fragen der Freiheit"
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Tagung

14.- 15. November 2009
73087 Bad Boll, Badstraße 35
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Ob es ein gespitzter Stock, ein Netz oder ein moderner Trawler ist, mit dem sich der Mensch den Fischfang erleichtert, ob er mit einem gegabelten Stock, mit Pferd und Flugschar oder mit einer motorisierten Pflugmaschine die Ackerkrume aufritzt - immer wenn der Mensch ein Arbeitsmittel herstellt, bedeutet die Arbeit, die er dabei aufwendet, für ihn zunächst einmal einen Umweg zum eigentlichen Ziel, der Herstellung eines Verbrauchsguts - und trotzdem zugleich eine Erhöhung der Produktivität seiner Arbeit.

Die Umwegigkeit ändert nichts an der Zielstrebigkeit seiner Produktion – im Gegenteil: sie soll sogar bewirken, daß das Ziel besser, schneller oder umfänglicher erreicht wird. Deshalb erfordert die ökonomische Ratio die Dienstbarkeit des Umwegs unter das Ziel, der Mittel unter den Zweck, des Kapitals unter den Verbrauch! Das Kapital aber als Mittel zum Zweck dient oft nicht, sondern erlangt und verteidigt eine eigene Bedeutung - solange es knapp ist. Es ist dann nicht nur Mittel in der Hand der Arbeit (des Unternehmers oder Arbeiters), sondern wird Zweck und Herrschaftsinstrument derer, die es besitzen, über die, die es brauchen.

Wie das Mittel dem Zweck und die Investition dem Verbrauch, so sollte das Geld der Ware dienen. Aber auch hier haben sich die Verhältnisse von ihrer ursprünglichen Sinnhaftigkeit entfernt: das Geld, häufig schlechthin als “Mittel“ bezeichnet, ist, wie sein Erwerb und seine Mehrung, selbst zum Zweck geworden und herrscht über die Ware, über den realen Sektor, über das Leben.

Längst haben sich also Geld und Kapital - Kapital in Geld-und in Sachform - gegenüber ihren ursprünglichen Zwecken verselbständigt, längst haben sie die Begrenzungen, die ihnen durch ihren Zweck gezogen sind, gesprengt und sind durch die Eigendynamik, die sie entfalten, zu den den Kapitalismus kennzeichnenden Problemfeldern geworden. Das zeigt zur Zeit wieder die aus einer Finanzkrise hervorgegangene Wirtschaftskrise, die die Welt bis in ihre letzten Winkel im Griff hat.

Die Frage ist, ob es gelingt, Geld und Kapital zu dem zu machen, wozu sie gedacht waren, sie in die dienende Funktion einzuspannen, die ihnen zukommt, damit der Mensch, insbesondere der arbeitende Mensch, Herr seiner selbst und der Verhältnisse wird.

Wer sich von der gewordenen Welt und ihren Verhältnissen weder blenden noch erschlagen lassen will, sondern sie durchschauen und von diesem Ausgangspunkt zu ihrer Veränderung beitragen will, komme zur Tagung!

Samstag, 14. November 2009

09.30 Öffnung des Tagungsbüros

10.00 Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema

10.15 Anthropologische Einleitung:
Umwegigkeit und Zielstrebigkeit als Merkmale des Menschen

11.00 Pause

11.15 Geldkapital - Sachkapital
 
12.30 Mittagspause

14.30 Kaffee und Gespräch im Saal

15.00 Kapitalismus - kardinaler Störfaktor heutiger Marktwirtschaften

16.15 Pause

16.45 Vorraussetzungen und Folgen einer Überwindung der Knappheit
 des Kapitals

18.00 Abendpause

20.00 J.P. Proudhon - Vordenker für freiheitlche Wege zu sozialen Zielen


Sonntag, 15. November 2009

09.00 Vermögensmärkte - ihre Funktionen und ihre Interdependenzen


10.00 Pause

10.30 Chancen und Hindernisse für eine Befreiung der Marktwirtschaft
 vom Kapitalismus - Zusammenfassendes Rundgespräch

12.00 Ende der Tagung

Referenten:

Fritz Andres, Kirn

Eckhard Behrens, Heidelberg

Jobst v. Heynitz, München

Prof. Dr. Thomas Huth, Uni Lüneburg

Ferdinand Wenzlaff, Berlin


Tagungsleitung: Jobst v. Heynitz, München

Empfohlene Literatur:
(Kann bei der Anmeldung gleich mitbestellt werden!)

"FRAGEN DER FREIHEIT" Heft-Nr.
Preis - ¤
Überwindung des Kapitalismus durch Änderungen im Geldwesen 206
5,00

Geldstrom und Warenstrom

216
5,00

Konjunktur durch Inflation?

234
5,00
Fortschritt und Armut - Henry George
245
5,00

Unternehmensverfassung

(mit Inhaltsverzeichnis der Hefte 201-250)

250
5,00
Hang zur Liquidität - Kreditklemme
276
5,00

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letzte Änderung am 02.09.2009